Fuchswelpen

11.06.2021
Und wieder musste ein Füchslein eine weite Reise machen um letztlich hier Erlösung zu finden😢Die kleine Fähe wurde in der Wache der Feuerwehr Heidenheim an der Brenz eingefangen und nach vielen, vielen Telefonaten mit Tierkliniken und Tierärzten bis nach Ulm, die alle eine Behandlung des armen Wesens ablehnten, schließlich zu uns gebracht. Auf den ersten Blick sah es gar nicht so schlimm aus….sie war knochendürr, dehydriert und hatte eine kleine Verletzung am Kopf. Auf den zweiten Blick fand ich dann den Gegenbiss in der Schulter, aus dem bereits dicker Eiter quoll. Beim TA in Sedation, da sie sich unglaublich gestresst hat, zeigte sich das ganze Ausmaß ihres Leidens. Die Schulter war zerbissen, ebenso das Vorderfußwurzelgelenk, ihr linkes Ohr war mehrfach durchbissen und eitrig, sie hatte Bisswunden am Kiefer, am Hals und am Brustkorb, eigentlich war der ganze vordere Teil von größeren und kleineren Bisswunden übersät. Das zeigt mal wieder, wie zäh Wildtiere wirklich sind und wie spät sie zeigen, dass sie eigentlich schwer verletzt sind 😔
Die Summe und die Schwere der Verletzungen, gepaart mit ihrer großen Angst vor Menschen hat mir die Entscheidung, sie in Würde gehen zu lassen, etwas erleichtert. Mein ganz großer Dank geht an die beiden tollen Leute der Feuerwehr, die alles erdenkliche versucht und eine fast sechsstündige Fahrt auf sich genommen haben, um dem kleinen Mädchen zu helfen ❤ Meine Verachtung gilt jenen Tierärzten, die eine Behandlung ablehnten…..leider ist das nur allzu oft der Fall, die Leidtragenden sind IMMER unschuldige Tiere, die Opfer unvernünftiger Hundehalter wurden. Was ist denn so schwer daran, ein wenig Rücksicht auf die Tierkinder zu nehmen, die jetzt überall gerade anfangen, ihre Welt zu erkunden😟

09.06.2021
Damit es mir nicht langweilig wird, wurde gestern erneut ein Fuchswelpe gebracht. Der lag völlig durchnässt und eiskalt in einer Pfütze mitten auf dem Weg, wurde von einer Tierärztin aufgewärmt und eine Nacht gepäppelt und darf nun dem kleinen Mann vom Sonntag Gesellschaft leisten. Zusammen lässt sich die Quarantänezeit leichter ertragen 😉
Ich habe ihnen die Namen Benjamin und Tayo gegeben, die stehen für Glück…..und ich denke, dass die Beiden ganz viel davon hatten, weil sie von den richtigen Menschen gefunden wurden, die sofort gehandelt und geholfen haben.
 
06.06.2021
Es ist ruhiger geworden, was die füchsischen Neuzugänge betrifft, aber heute ist über das Tierheim Ostermünchen tatsächlich noch ein Nachzügler eingetrudelt.
Ein kleiner Rüde, sehr, sehr dünn, sehr schwach und sicher schon länger un- und unterversorgt. Man sieht es auch deutlich an seinem Hinterbeinchen , er tritt auf dem ganzen Unterfuß auf, ein Zeichen der Mangelernährung. Das ist aber mit der richtigen Ernährung und diversen Zusätzen schnell behoben.

21.05.2021
Heute kam der 35 Fuchswelpe an, es scheint kein Ende nehmen zu wollen.
Die kleine Fähe ist nun auch mit Abstand die Jüngste hier, natürlich bleibt sie noch in der Quarantänebox, sie schlabbert ihre Milch schon selber und kann auch schon langsam umgestellt werden auf feste Kost.
Einige Welpen wurden ja von anderen Pflegestellen übernommen, einige sind bereits in der Auswilderungsstation, aber 12 Welpen sind noch hier.

 
19.05.2021
Füchsischer Neuzugang mit Namen Chrissie….ich habe die kleine, völlig abgemagerte Füchsin nach ihrer Retterin benannt, der sie definitiv ihr Leben zu verdanken hat. Aber obwohl ich wie immer mein Bestes gebe, ist sie noch lange nicht über den Berg und braucht viele gedrückte Daumen.
 
13.05.2021
Es vergeht kein Tag ohne besondere Ereignisse… heute wurden mir 3 Fuchswelpen vom Tierheim Garmisch gebracht. Für die zwei großen Jungs bin ich aber nur ein kurzer Zwischenstop, sie reisen morgen gleich weiter in die Auswilderungsstation.
Ein weiterer Welpe in ganz schlechtem Zustand wurde mir telefonisch gemeldet und sofort zu unserem Tierarzt gebracht. Hier habe ich noch keine Info, aber da mir der kleine Fuchs bereits vor zwei Tagen als „in furchtbarem Zustand“ gemeldet wurde, aber nicht gesichert werden konnte und das Video der Finder heute nicht wirklich schön ist, gehe ich davon aus, dass er nicht mehr am Leben ist.
 
10.05.2021
Heute wurden mir zeitgleich zwei Fuchswelpen gebracht….und beide konnte ich nur noch erlösen 😢
Der anfängliche Staupeverdacht der kleinen Fähe hat sich nach eingehender Untersuchung nicht bestätigt, aber dieses Fuchskind hat Schlimmes erlebt. Ihr Unterkiefer war durchbissen, sie hatte schwere Kopfverletzungen, einen ausgeprägten Nystagmus, schwere Koordinationsstörungen, sie war abgemagert bis auf die Knochen und übersät mit Zecken. Wer weiß, wie lange sie sich bereits gequält hat und egal, ob es ein Jagdhund oder ein Hund aus Privathand war….Hunde gehören gerade jetzt an die Leine, punkt! Dann muss ich mir etwas einfallen lassen, dass sich der Hund auspowern kann, aber nichts rechtfertigt die Qual dieser kleinen Wesen, die bis zu ihrem Tod die Hölle durchleiden!
Die zweite, etwas jüngere Fähe war blind, hatte Koordinationsstörungen, das staupetypische Zucken um Maul und Ohren, war völlig orientierungslos….der Test war eindeutig, auch hier gab es keine Wahl😔
Wie jedes Jahr kommen jetzt die schwierigen, oft aussichtslosen Fälle, bald kommen auch Fliegenmaden hinzu und ich bitte jeden, der ein hilfloses Tierkind entdeckt und unsicher ist, ob es Hilfe benötigt, kontaktiert eine Wildtierstation, über Google findet man mit wenigen Klicks entsprechende Stellen, schildert die Situation, lasst euch beraten, seht genau hin und dann gegebenenfalls bergen und bringen. Alle Stationen sind momentan überlastet, bitte erwartet nicht, dass wir auch noch die Zeit haben, hinzufahren und das Tier zu bergen. Mein Tagesplan hat eigentlich auch anders ausgesehen heute, statt dessen bin ich zum Tierarzt gefahren, um zwei kleine Tierkinder vor einem qualvollen Tod zu bewahren😔
 
06.05.2021
Trotz Aufnahmestop habe ich gestern einen weiteren Fuchswelpen in Obhut genommen. Klitschnass und völlig unterkühlt irrte er am Straßenrand umher. Auch er hat nach Leibeskräften nach seiner Mutter gerufen, eine aufmerksame Passantin nahm ihn Gott sei Dank mit. Als sie mit dem hilflosen Knäuel hier ankam, hatte sie ihn mit einem Kirschkernkissen bereits toll aufgewärmt, aber er war so erschöpft, dass er erst nach drei Stunden Tiefschlaf endlich seine erste Mahlzeit zu sich nahm. Heute sieht die Welt für ihn schon ganz anders aus, er frisst, er trinkt, er dreht auch mal eine Runde in seiner Quarantänebox, aber er schläft immer noch sehr viel. Wer weiß, wie lange er allein und verlassen verzweifelt nach seiner Familie gesucht hat. So kleine Wesen, gerade auf der Welt und schon so Schlimmes erlebt.
 

03.05.2021

Hier braucht jemand ganz viele gedrückte Daumen😔
Der kleine, völlig ausgetrocknete und ausgehungerte Rüde wurde mir heute gebracht und ich bin gleich zum Tierarzt gefahren. Er lag mitten auf der B16 und hätte nicht ein junger Mann beherzt die Straße blockiert und ihn aufgesammelt, wäre er sicher ein Opfer des Straßenverkehrs geworden…..so wie seine Mutter drei Tage vorher an fast der gleichen Stelle😢
 
02.05.2021
Tja, da freut man sich, dass Onni und Fluxi endlich aus dem Schälchen trinken, zack…kommt der Fritzi ums Eck🥰
Aus Leibeskräften hat er um Hilfe gerufen, von der Mutter oder seinen Geschwistern weit und breit keine Spur, also hat er die Reise von Rosenheim nach Schweinbach angetreten und ist heute nachmittag angekommen. Satt und zufrieden ist er dann in meiner Hand eingeschlafen❤
Eine viel weitere Reise hat die kleine Fähe Sunny hinter sich. Sie wurde heute aus dem Schwarzwald zu mir gebracht. Sunny ist deutlich älter als der kleine Fritzi und leistet jetzt der ängstlichen Marusha Gesellschaft.
 
30.04.2021
Die ersten 5 Welpen sind heute in die Auswilderungsstation übersiedelt, 5 neue sind hier angekommen. Allesamt schlimme Notfälle, beginnend mit den drei Geschwistern, die bei Erding verlassen auf einem Feld gefunden wurden.
Ausgehungert, dehydriert, mit dicken Wurmbäuchen und übersät mit Zecken. Sie sind noch klein, vielleicht drei Wochen alt und noch reine Milchtrinker, aber sie schlabbern schon selbst.
Dann wurde bei Landshut, ebenfalls auf einem Feld ein einzelner Welpe gesichtet und geborgen. Die kleine Fähe ist der Färbung nach etwa 5 Wochen alt, sie ist wirklich nur noch Haut und Knochen….ich habe noch nie ein derart dürres Füchslein gesehen…es wurden mehr als 60 Zecken abgesammelt, noch ist sie unglaublich gestresst, muss erstmal zur Ruhe kommen und dann hoffentlich endlich was essen. Ihr Zustand ist äußerst kritisch.
Dann wurde auch noch ein Welpe nähe Freising gemeldet, ein Foto geschickt….er lag am Wegrand, sichtlich erschöpft und machte keine Anstalten, wegzulaufen. Die lieben Leute haben ihn geborgen und zu mir gebracht und bereits bei der Übergabe fiel mir eine Verletzung seitlich der Wirbelsäule auf. Bei der genaueren Untersuchung bemerkte ich dann auf der anderen Seite ebenfalls eine Kruste und ab da herrschte Alarmstufe rot. Als ich die Kruste vorsichtig entfernte schoss eine Fontäne von Eiter hervor. Der ganze Bauchraum war voller Eiter und Blut, unterhalb der Wirbelsäule war der kleine Körper durchbissen, es gab keine Rettung für ihn.
 
24.04.2021
Heute vormittag wurde ich zu einem Fuchswelpen gerufen, der bereits die ganze Nacht in einem Garten laut gejammert und gerufen hatte.
Schon ein erster Blick auf ihn verhieß nichts Gutes, bis ich beim Tierarzt war verschlechterte sich sein Zustand stetig und dramatisch.
Wir konnten ihm nicht mehr helfen😢
Am Nachmittag wurde der kleine Loki gebracht, der bereits einige Tage gut versorgt wurde, er ist nun mit Reini und Runa in der großen Quarantänebox und kuschelt auch schon fleißig 🥰
 
21.04.2021
Heute wurden fast zeitgleich die beiden Füchslein Fluxi und Reini gebracht. Fluxi ist bereits seit einigen Tagen bei einer erfahrenen Päpplerin und durfte deshalb gleich zu Onni ziehen, damit beide endlich nicht mehr so allein sind. Der etwas ältere Reini muss noch in Quarantäne bleiben, denn er wurde erst vor zwei Tagen in einer Tierarztpraxis abgegeben. Reini frisst Gott sei Dank schon selber, er ist stabil, putzmunter, hat keinen Durchfall, soweit ist alles gut.
Auch die Welpen im Gehege sind fit, alle sechs fressen gut und wenn Reini mit der Quarantäne durch ist, darf er gleich dazu. Somit haben wir mittlerweile 15 Welpen hier und ein Ende ist nicht in Sicht.

12.04.2021
Und weiter geht’s.
Heute sind im Abstand von wenigen Stunden die kleine Fiona und der deutlich ältere Riley eingezogen.
12 Fuchswaisen in so kurzer Zeit, das ist verrückt.

11.04.2021
Und es reißt nicht ab….heute ist der kleine Onni gebracht worden und er ist mit etwa 6 Tagen der mit Abstand Jüngste der nun 7 Flaschenfüchslein.

Den Namen haben die Finder gegeben, Onni ist finnisch und heißt Glück und das hatte der kleine Kerl wirklich. Er lag mitten auf der Straße und die Autos fuhren nur wenige Zentimeter an ihm vorbei. Sicher hat ihn die Mutter beim Umzug verloren, anschließend muss er dann einen Hang hinuntergerollt sein… denn er war total Dreckverkrustet…. und landete auf der Straße. Unterkühlt und erschöpft wurde er gefunden und erst nachdem er saubergemacht war, wurde erkannt, dass es kein Katzenwelpe ist.
Somit sind nun 10 Fuchswaisen in Helgas Obhut und die Saison hat gerade erst begonnen.
 

10.04.2021
Schlafen war gestern, ab heute wird nur noch gefüttert 😉 5!!! Flaschenfüchslein sind heute eingezogen und somit hat Helga jetzt 6 Welpen, die sie mit der Flasche füttern muss und 3, die Gott sei Dank schon selber futtern.

Die Geschichte dieser Welpen ist eigentlich traurig, aber sie wiederholt sich, denn es ist nicht das erste Mal, dass Füchse ihren Bau unter einem Holzstoß hatten und dieser dann weggearbeitet wurde. Hier war es so, dass beide Eltern noch im Bau waren und mit 2 ihrer 7 Welpen geflüchtet sind. Leider sind sie nicht wiedergekommen um die anderen zu holen und nachdem Raben sich an den Kleinen zu schaffen machten, wurden sie ins Haus geholt. Bitte seid achtsam, wenn ihr jetzt euer Scheitholz arbeiten wollt und wenn ersichtlich ist, dass es einen Eingang, eine Höhle oder dergleichen gibt, was auf einen Bau hindeuten könnte, wartet noch ein wenig, holt euch Rat bei Fachleuten und lasst den Bewohnern Zeit, sich und ihren Nachwuchs in Sicherheit zu bringen.
Helga kostet es jetzt viele schlaflose Nächte, viel Nerven und Kraft, die Füchslein vermissen ihre Eltern und vielleicht überlebt auch das Ein oder Andere nicht.
 

09.04.2021
Und noch ein Neuzugang….heute ist der kleine Woody eingezogen

08.04.2021
Und wieder hat ein Fuchskind eine lange Reise antreten müssen, nur um hier erlöst zu werden. Die kleine Bella wurde bereits seit einigen Tagen von einer Tierheimmitarbeiterin bestens versorgt, wegen ihrer Auffälligkeiten wurde sie auch dem dortigen Tierarzt vorgestellt, der jedoch nichts finden konnte.

Helga hat es sofort bei der Übergabe bemerkt, wollte aber nichts sagen, weil die kleine Enkeltochter ganz furchtbar geweint hat, sie hat Bella dann hier genau beobachtet und ist am Abend mit ihr zum Tierarzt. Die Diagnose war….besonders für ein Wildtier….niederschmetternd. Wasserkopf, ganz viel Flüssigkeit im Gehirn, keine klaren Strukturen mehr, sie war blind, hatte schwere neurologische Störungen, war im Wachstum zurückgeblieben und durch den enormen Druck im Kopf hatte sie sicher auch starke Schmerzen. Zu all dem hatte sie auch noch eine Lungenentzündung 🙁
Es tut uns so leid, dass wir ihr nicht helfen konnten und es macht uns wütend, dass es der dortige TA nicht bemerkt hatte, denn der Kopf war riesig, die Augen auseinandergedrückt, immer wieder hat sie die Augen verdreht und den Kopf unkontrolliert bewegt….es war eigentlich nicht zu übersehen.
Run wild and free kleines Mädchen😢
 

07.04.2021
Der kleine Kailo wurde bei einer Tierärztin abgegeben und von ihr und dem Sohn super versorgt. Von ihnen hat er auch seinen Namen bekommen. Nun heißt es wieder im 3 Stunden Takt zu füttern😴

06.04.2021
Heute sind die kleine Fähe Vroni über das Tierheim Garmisch und der etwas jüngere Vinzenz aus Neuburg/Donau in der Quarantänestation eingezogen.

Vroni war schon einige Tage in der Obhut des Tierheims, entsprechend gut ist ihr Zustand.
Vinzenz hatte das Pech, auf einem unbewohnten Einödhof durch einen Schacht in den Rübenkeller gefallen zu sein, wurde dank seiner durchdringenden Rufe Gott sei Dank entdeckt und befreit. Die vom Jäger empfohlene Rückführung zur Mutter scheiterte und er war bei Ankunft schwach und unterkühlt. Nach vorsichtigem Aufwärmen hat aber auch er gut getrunken und nun schlafen beide und erholen sich vom für sie doch sehr stressigen Tag❤️
Morgen Abend kommt ein weiterer, noch blinder Welpe, am Donnerstag der Nächste. Drei weitere Saugwelpen, die von einer Tierklinik bei München angefragt wurden, gehen jetzt Gott sei Dank auf eine andere Stelle.

Vroni

Vinzenz

Kailo

Bella

Woody

Flaschenfüchslein

Onni

Fiona

Riley